Bezirksmuseen

Folgen Sie den Spuren Ost-Berlins auch in Bezirksmuseen der Stadt - von Köpenick im Osten bis Spandau im Westen.

Charlottenburg-Wilmersdorf
Museum Charlottenburg-Wilmersdorf in der Villa Oppenheim
Außenansicht der Villa Oppenheim
Die Villa Oppenheim in Charlottenburg © Museum Charlottenburg-Wilmersdorf | Foto: Friedhelm Hoffmann

Seit 2014 erzählt die Dauerausstellung „WESTEN!“ die Geschichte Charlottenburgs und Wilmersdorfs.  Das Thema Ost-Berlin spielt in der Ausstellung keine wesentliche Rolle. Dies mag auch daran liegen, dass Charlottenburg-Wilmersdorf als einziger West-Berliner Bezirk keine gemeinsame Grenze mit Ost-Berlin bzw. der DDR hatte. Allerdings besaß der Bahnhof Zoo als einziger Fernbahnhof in West-Berlin vor allem für das Thema Reisen eine gewisse Bedeutung.
Neben der frühen Zeit, als die beiden „schönen Schwestern“ noch eigenständige Städte waren, steht im Fokus der Ausstellung vor allem deren Rolle als „City West“. Sie war der Gegenentwurf West-Berlins zur historischen Mitte im Ostteil der Stadt. So liefert die Ausstellung einen interessanten Gegenpart zu „Ost-Berlin“, indem sie die Entwicklung im westlichen Teil der Stadt beschreibt. Zudem präsentiert das Museum in diesem Jahr ein Filmprogramm unter dem Titel „Schaufenster des Ostens“ und einen Vortrag zu den Ost- und West-Berliner „Zwillingsmuseen“.

Info
Schloßstraße 55 / Otto-Grüneberg-Weg
14059 Berlin
Di – Fr | 10 – 17 Uhr
Sa + So & Feiertage | 11 – 17 Uhr
Eintritt: frei
Internet: www.villa-oppenheim-berlin.de

Friedrichshain-Kreuzberg
FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum

Im Mittelpunkt des Friedrichshain-Kreuzberg Museums stehen die Geschichte und Gegenwart der Entwicklung des Bezirks. Das Museum ist selbst Teil dieser Geschichte, da es infolge der Bezirksfusion 2004 aus dem Ost-Berliner Heimatmuseum Friedrichshain und dem West-Berliner Kreuzberg Museum entstanden ist. Es versteht sich als Einrichtung in der Migrationsgesellschaft, die sich vornehmlich mit aktuellen und virulenten Themen befasst und sich durch enge Zusammenarbeit mit den Menschen im Bezirk immer wieder verändert. Sammlungsschwerpunkte sind die Sozial- und Zeitgeschichte.
Die Museumsarbeit ist beteiligungsorientiert. Die 2012 eröffnete Dauerausstellung „Ortsgespräche“ verdeutlicht dies, da sie mit einem Beirat aus Akteurinnen und Akteuren des Bezirks gemeinsam erarbeitet wurde. Die Ausstellung verschränkt die Geschichte der Migration mit der Bezirksgeschichte aus der Perspektive von Bewohnerinnen und Bewohnern. So entstanden multiperspektivische Geschichten, die als digitale Präsentation in Verknüpfung mit einem begehbaren Stadtteilplan erkundbar sind. Dazu zählt z.B. die Oberbaum-City mit dem Glühlampenwerk Osram, dem späteren VEB Narva. Seit 1982 arbeiteten hier einige Hundert Menschen aus Vietnam, die von der DDR zur Vertragsarbeit angeworben worden waren. Da ihr Aufenthaltsstatus nach der deutschen Wiedervereinigung nicht fortgesetzt wurde, galten sie als „illegal“. Hilfe bekamen sie unter anderem in den Kirchen, z.B. der Samariterkirche in Friedrichshain, die in der Dauerausstellung als „Ortsgeschichte“ thematisiert wird.

Aktuell ist das FHXB Museum mit dem Museumslabor Friedrichshain zu Besuch in der Pablo-Neruda-Bibliothek. Dort wird zusammen mit Bewohnerinnen und Bewohnern des Bezirks geforscht sowie bisher unerzählte und widerständige Erinnerungen gesammelt. Begleitet wird das Labor von einem Veranstaltungsprogramm, das sich u.a. mit Wohnen in der DDR und Nachwendezeit, der Friedrichshainer Clubkultur, der Frauenbewegung in Ost-Berlin und dem migrantisch-diasporischen Friedrichshain auseinandersetzt.

Info
Adalbertstraße 95A
10999 Berlin-Kreuzberg
Di – Fr | 12 –18 Uhr
Sa + So | 10 – 18 Uhr
Eintritt: frei (barrierearm)
Internet: www.fhxb-museum.de

Lichtenberg
Museum Lichtenberg im Stadthaus
Außenansicht des Museums Lichtenberg im Stadthaus
Das Museum Lichtenberg © Museum Lichtenberg | Foto: Holger Henschel

Das Museum Lichtenberg zeigt eine Vielfalt an Objekten und Texten, die das Leben, Wohnen und Arbeiten in der DDR thematisieren. Dazu gehört beispielsweise die Baugeschichte der DDR mit ihren experimentellen und innovativen Großsiedlungsprojekten. Innerhalb von 30 Jahren wurden in Lichtenberg und Hohenschönhausen mehr als 60.000 neue Wohnungen gebaut, zahlreiche modernisiert und saniert.
Kulturelle Zentren sind das 1950 gegründete „Theater der Freundschaft“, der 1955 eröffnete Tierpark in Friedrichsfelde mit dem Schlossbau aus dem 17. Jahrhundert, die bereits 1945 wiedereröffnete Trabrennbahn Karlshorst sowie das Kulturhaus Karlshorst. Das Sportforum Hohenschönhausen bietet ab 1954 vor für den Hochleistungssport ein 5,5 Hektar großes Trainingsgelände mit etlichen Sporteinrichtungen, in denen der Grundstein für viele Olympiasiege und Weltmeistertitel des DDR-Sports gelegt wurde.
Detaillierte Informationen bietet das Museum zu den vielfältigen Industrie- und Produktionsstätten des Bezirks, von denen viele in der DDR zunächst als Sowjetische Aktiengesellschaft (SAG), später als Volkseigene Betriebe (VEB) unzählige Produkte und Produktteile für das In- und Ausland anfertigen.
Die politische Dimension reicht von der Unterzeichnung der bedingungslosen Kapitulation in der Festungspionierschule Karlshorst (Deutsch-Russisches Museum Karlshorst) über die Gründung der Sperr- und Sondergebiete in Karlshorst und Hohenschönhausen (Gedenkstätte Hohenschönhausen) bis zum Aufbau des Staatssicherheitsapparates in der Normannenstraße (Stasi-Museum). 

Info
Türrschmidtstraße 24
10317 Berlin
Di – Fr + So | 11 – 18 Uhr
Eintritt: frei
Internet: www.museum-lichtenberg.de

Marzahn-Hellersdorf
Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf
Foto des Museums in der alten Dorfschule Marzahn
Das Museum in der alten Dorfschule Marzahn © Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf

In den zurückliegenden  Jahrzehnten veränderte sich die Region Marzahn-Hellersdorf mehr als je zuvor. 1975 begann das Ausschachten der ersten Baugruben an der Marchwitzastraße im ersten Marzahner Wohngebiet. Nur gut zwei Jahre später wurden die ersten Wohnungen der Großsiedlung bezogen. Oft erfüllte sich damit nach Altbauten ohne Zentralheizung und Bad der lang gehegte Wunsch nach einer besseren und komfortableren Wohnung.
Das alles liegt nun vier Jahrzehnte zurück. Viel hat sich seitdem verändert. Die Großsiedlungen sind erbaut und schon wieder umgestaltet worden. Durch die Errichtung von mehr als 100.000 Wohnungen bis Anfang der 1990er Jahre vervielfachte sich die Einwohnerzahl. Marzahn und Hellersdorf nahmen die Dimensionen von Großstädten an. Neue Häuser entstanden nach 1990 vermehrt auch in den historischen Dörfern und Siedlungen Biesdorf, Kaulsdorf und Mahlsdorf.
Neben den Ausstellungstafeln zeigen Modelle, Panoramen und zahlreiche Objekte  die Veränderungen der letzten Jahrzehnte in ihrem Ausmaß, ihrer Vielgestaltigkeit und auch Widersprüchlichkeit.

Info
Haus 1 (Sonderausstellungen):
Alt-Marzahn 51
Haus 2 (Dauerausstellung):
Alt-Marzahn 55
12685 Berlin
Mo – Fr | 11 – 17 Uhr
Eintritt: frei
Internet: www.kultur-marzahn-hellersdorf.de

Mitte
Mitte Museum
Außenansicht des Mitte Museums
Das Mitte Museum in einem ehemaligen Schulbau aus dem 19. Jahrhundert © Mitte Museum | Foto: Markus Hawlik

Aufgrund umfangreicher Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten ist das Museum zurzeit geschlossen. Aus diesem Grund liegen uns noch keine detaillierten Informationen über den Bezug der Dauerausstellung zu Ost-Berlin vor. Bis zur Wiedereröffnung widmet sich das Museum dem Thema Ost-Berlin mit verschiedenen Veranstaltungen.

Info
Pankstraße 47
13357 Berlin
Internet: www.mittemuseum.de

Pankow
Museum Pankow

Die Wiedervereinigung Deutschlands gestaltete sich als ein langer und schwieriger Prozess. Zwei völlig gegensätzliche System mussten vereint, der gewaltige Investitionsstau in den neuen Bundesländern angegangen und Unrecht aufgearbeitet werden. Vor allem für das Gebiet der ehemaligen DDR bedeutete das eine fundamentale Umgestaltung der bisherigen Strukturen. Dies hatte auch Folgen für das Leben und Wirken seiner Bewohner, die vor der Herausforderung standen sich der neuen Zeit anzupassen.
Dieser Transformationsprozess lässt sich an keinem anderen Ort in Deutschland so exemplarisch darstellen, wie anhand des Berliner Stadtteils Prenzlauer Berg, der seit 2001 zum Bezirk Pankow gehört. Hier entstand seit den 1970er Jahren eine facettenreiche Gegenkultur mitten in der DDR. An diesem Ort erdachten, erprobten und lebten Oppositionelle und Unangepasste ihre Vorstellungen, ihre Gegenentwürfe zum herrschenden realen Sozialismus. In Prenzlauer Berg agierten namhafte Persönlichkeiten und wichtige Gruppen der DDR-Opposition. Hier lagen zentrale Orte der friedlichen Revolution des Jahres 1989: die Gethsemanekirche und der Grenzübergang Bornholmer Straße.
Die Gruppen diskutierten kontroverse Themen wie Mitbestimmung, Stadtsanierung, Erziehung, Umweltschutz, Wirtschaftssystem und soziale Verantwortung. Themen, die auch nach dem Mauerfall diskutiert ihre soziale Sprengkraft behielten. Die Dauerausstellung „Gegenentwürfe“ des Museums Pankow verfolgt die Entwicklungen und Themen über die Epochenwende von 1989/90 hinweg und untersucht die Kontinuitäten und Brüche im Osten Deutschlands am konkreten Beispiel von sieben Orten in Prenzlauer Berg:

  • Opposition im Sozialismus (Gethsemanekirche)
  • Freiraum nutzen (Rykestraße und Kollwitzplatz)
  • Wirtschaft und Alltag (Der VEB Treffmodelle Greifswalder Straße 212)
  • Macht und Ohnmacht (Der Rat des Stadtbezirks und das Bezirksamt Prenzlauer Berg in der Fröbelstraße)
  • Die Häuser, die Menschen und der Wandel (Helmholtzplatz)
  • Sozialistische Stadtplanung (Ernst-Thälmann-Park)

Quelle: https://www.berlin.de/museum-pankow/aktuelles/ausstellungen/artikel.338956.php

Info
Prenzlauer Allee 227/228
10405 Berlin
Di – So | 10 – 18 Uhr
Eintritt: frei
Internet: www.berlin.de/museum-pankow

Reinickendorf
Museum Reinickendorf
Außenansicht des Museums in der ehemaligen Schulhaus Hermsdorf
Das Museum im ehemaligen Schulhaus Hermsdorf © Bezirksmuseum Reinickendorf

Aufgrund seiner besonderen topografischen Situation mit dem weit in DDR-Gebiet hineinreichenden sogenannten „Entenschnabel“ und dem Tegeler Fließ bei Lübars war der Bezirk Reinickendorf unmittelbar von der Teilung Berlins berührt.
In der Dauerausstellung des Museums werden im  Raum „Reinickendorf im 20. Jahrhundert“ drei Themenfelder mit Bezug zu Ost-Berlin dokumentiert.

Deutsche Teilung und Berliner Mauer:

  • einführende Informationen
  • Fotos und Texte von Grenzübergängen in der 50er Jahren, zwischen Hermsdorf und Glienicke Nordbahn
  • Fotos und Texte zum Mauerbau 1961,  an der Grenze zu Reinickendorf

Maueropfer:

  • einführende Informationen
  • ausliegendes Buch, in dem Ost-Berliner Maueropfer beleuchtet werden, die auf ihrer Flucht über die Grenze nach Reinickendorf starben (Foto, Lebensdaten, Fluchtgeschichte)

Fluchttunnel:

  • einführende Informationen über Fluchttunnel von Glienicke (Brandenburg) und Ost-Berlin (Pankow) nach Reinickendorf
  • beschreibender Text und Fotos zu drei Fluchttunneln, durch die über 60 Personen die Flucht gelang („Tunnel der 28“, „Thomas-Tunnel“, „Aagaard-Tunnel“)

Info
Alt-Hermsdorf 35
13467 Berlin
Mo – Fr + So | 9 – 17 Uhr
Eintritt: frei
Internet: www.museum-reinickendorf.de

Spandau
Zitadelle Spandau
Foto der Zitadelle Spandau, aufgenommen vom Ufer des Wassergrabens
Die Zitadelle Spandau beherbergt die umfangreichen Ausstellungen des Bezirksmuseums © Zitadelle Spandau | Foto: Friedhelm Hoffmann

Spandau und Ost-Berlin – lag da nicht eigentlich zu viel West-Berlin dazwischen? Ein Werkstattbericht in der Dauerausstellung „Enthüllt. Berlin und seine Denkmäler“ beleuchtet vom 23. Mai bis 21. Juli Spandauer Geschichten rund um die geteilte Stadt. Seit 2016 befinden sich die Stelen des Thälmann-Denkmals sowie der berühmte Leninkopf im Proviantmagazin auf der Zitadelle.

In der Dauerausstellung „Enthüllt. Berlin und seine Denkmäler“ erwartet Sie eine Vielzahl an Denkmälern aus der Zeit vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart, die das Berliner Stadtbild bis zu ihrem Abbau prägten. Während der größte Teil der Ausstellung die Kaiserzeit sowie die Zeit des Nationalsozialismus thematisiert, spielt auch Ost-Berlin eine wichtige Rolle.
Im Raum zum Thema „Berlin nach 1945“ werden sozialistische Denkmäler ausgestellt, die nach 1989/90 aus politischen Gründen abgebaut wurden. Unter den ausgestellten Objekten, zu denen unter anderem zwei Stelen des Ernst-Thälmann-Denkmals aus dem Prenzlauer Berg und ein Dzierzynski-Denkmal zählen,  befindet sich auch das wohl prominenteste Stück sozialistischen Denkmalbaus in Ost-Berlin: der 2015 im Müggelheimer Forst ausgegrabene Kopf des ehemaligen Lenin-Denkmals in Friedrichshain.
Da der Bezug dieses Denkmals zum West-Berliner Bezirk Spandau zunächst etwas unklar erscheinen mag, lassen sich an einer Medienstation weitere Informationen zum Denkmal abrufen und der Weg des Kopfes von der Ausgrabungsstelle in die Zitadelle Spandau anhand eines Videos verfolgen. Auch die anderen ausgestellten Denkmäler werden anhand historischer Fotos und informativer Texte erläutert.

Info
Am Juliusturm 64
13599 Berlin
Fr – Mi | 10 – 17 Uhr
Do | 13 – 20 Uhr
Eintritt: 4,50 / erm. 2,50 Euro | Familien: 10 Euro | Gruppen:  3,50 Euro/Person | Audioguide: 2  Euro
Internet: www.zitadelle-spandau.de

Tempelhof-Schöneberg
Schöneberg Museum
Fotografische Außenansicht des Museums Schöneberg im Sommer
Außenansicht des Schöneberg Museums © & Foto: Dirk Hasskarl

Das Schöneberg Museum ist ein lebendiges Regionalmuseum für alle Generationen, mit wechselnden Ausstellungen zur Stadt- und Kulturgeschichte. Seit 1995 ist es verbunden mit dem Jugend Museum, das Menschen ab acht Jahren zur aktiven Auseinandersetzung mit (Stadt-) Geschichte und aktuellen gesellschaftlichen Fragen anregt.
Die aktuelle Sonderausstellung „Welcome to diversCITY! Queer in Schöneberg und anderswo“ ermöglicht einen kreativen und spielerischen Zugang zu vielfältigen Lebensweisen – historisch und aktuell. Das Wortspiel im Titel deutet es an: Es geht darum, die Diversität des innerstädtischen Lebensumfelds zu erkunden, wertzuschätzen und sich selbst als Teil davon zu verstehen. Zugleich wird auch die queere Geschichte des Schöneberger „Regenbogenkiezes“ fokussiert  und in einem vielfältigen Begleitprogramm der Blick auch auf queere Orte, Ereignisse und Initiativen in Ost- und West-Berlin gerichtet.
Im Zentrum der Ausstellung findet sich ein phantasievolles Stadtmodell, das mit 80 Gegenständen neugierig auf die Menschen, Orte und Geschichten macht, die sich hinter den Objekten verbergen. Das Museum lädt dazu ein, die eigene Perspektive zu hinterfragen, verschiedene Dimensionen von Vielfalt kennenzulernen – und die Ausstellung  aktiv mitzugestalten.

Info
Hauptstraße 40/42
10827 Berlin
Mo – Do | 14 – 18 Uhr
Fr | 9 – 14 Uhr
Sa + So 14 – 18 Uhr
Eintritt: frei
Internet: www.museen-tempelhof-schoeneberg.de

Treptow-Köpenick
Museum Treptow
Außenansicht des Museums Treptow
Das Museum Treptow im ehemaligen Rathaus von Johannisthal © Museum Treptow

Die Museen Treptow-Köpenick erforschen und vermitteln die Regional- und Bezirksgeschichte von Treptow-Köpenick. Mit den beiden stadtgeschichtlichen Museen in Treptow und Köpenick, der Gedenkstätte Köpenicker Blutwoche und der ständigen Ausstellung über den Hauptmann von Köpenick im Rathaus Köpenick wird die vielfältige Bezirksgeschichte an vier Standorten erlebbar. Sonderausstellungen widmen sich immer neuen Themen und runden damit das Ausstellungsangebot ab.

Museum Treptow
Das Museum Treptow wurde 1989 im Rahmen eines „Deutsch-Deutschen Kulturprojektes“ gegründet. Seit 1991 ist es im alten Rathaus Johannisthal untergebracht. Ausstellungs- und Sammlungsschwerpunkte des Museums sind die erste Besiedlung Treptows, Seidenproduktion,  Industriegeschichte sowie das Ausflugswesen mit den berühmten Ausflugsgaststätten Treptows. Nur einen Steinwurf vom ehemaligen Motorflugplatz Johannisthal entfernt, widmet sich das Museum Treptow auch der Deutschen Fluggeschichte und dem Leben der ersten deutschen Pilotin Melli Beese. Ein weiterer Themenraum beschäftigt sich mit der Deutschen Teilung, da in Treptow bis 1989 das längste innerstädtische Teilstück der Berliner Mauer verlief.

Info
Sterndamm 102
12487 Berlin
Mo – Di | 10 – 16 Uhr
Do 10 – 18 Uhr
Sa + So | 14 – 18 Uhr
Eintritt: frei
Internet: www.berlin.de/museum-treptow-koepenick

Treptow-Köpenick
Museum Köpenick
Außenansicht des Museums Köpenick in einem alten Fachwerkhaus
Das Museum Köpenick in einem Fachwerkhaus von 1665 © Museum Köpenick

Die Museen Treptow-Köpenick erforschen und vermitteln die Regional- und Bezirksgeschichte von Treptow-Köpenick. Mit den beiden stadtgeschichtlichen Museen in Treptow und Köpenick, der Gedenkstätte Köpenicker Blutwoche und der ständigen Ausstellung über den Hauptmann von Köpenick im Rathaus Köpenick wird die vielfältige Bezirksgeschichte an vier Standorten erlebbar. Sonderausstellungen widmen sich immer neuen Themen und runden damit das Ausstellungsangebot ab.

Museum Köpenick
Seit 1991 ist das Museum Köpenick in einem Fachwerkhaus aus dem Jahr 1665 in der Köpenicker Altstadt untergebracht. Nach Bauarbeiten an der Gebäudesubstanz wurde das Museum 1999  mit der ständigen Ausstellung  „Köpenick – Von den Anfängen bis zur Gegenwart“ wiedereröffnet. Bereits vor 10.000 Jahren ließen sich Menschen am Zusammenfluss von Dahme und Spree nieder, weswegen Köpenick – wie auch Spandau – zu den ältesten Siedlungsorten im Berliner Raum gehört. Aus diesem Grund ist den archäologischen Ausgrabungen ein eigener Themenraum gewidmet.  Weitere Forschungs- und Sammlungsschwerpunkte sind die Fischerei- und Wäschereigeschichte sowie die Entwicklung Köpenicks zum bedeutenden Industriestandort und beliebten Ausflugsziel. Wechselnde Sonderausstellungen ergänzen das Programm. Über den Ausstellungsräumen des Museums befinden sich zudem die Bezirksarchive Treptow-Köpenick, eine Präsenzbibliothek sowie die Verwaltungsräume der Museen Treptow-Köpenick.

Info
Alter Markt 1
12555 Berlin
Di + Mi | 10 – 16 Uhr
Do 10 – 18 Uhr
So 14 – 18 Uhr
Eintritt: frei
Internet: www.berlin.de/museum-treptow-koepenick