Mein Ost-Berlin: Scherben aus Müggelheim

Scherben aus einer Kiesgrube in Köpenick
Scherben aus einer Kiesgrube in Köpenick © & Foto: Florentine Schmidtmann

Die Scherben aus dem 19. Jahrhundert und Spandau – dem westlichsten Bezirk Berlins – scheinen auf den ersten Blick nichts mit Ost-Berlin gemein zu haben. Und doch stehen sie in enger Verbindung zur Ost-Berliner Denkmalpolitik. Die Scherbe fand ich im Müggelheimer Forst, am verborgenen Lagerplatz des Lenindenkmals aus Berlin-Friedrichshain. Das 19 Meter hohe Monument aus ukrainischem Granit war 1991/92 in über 110 Blöcke zerlegt und vergraben worden. Im Jahr 2015 bargen wir den 3,5 Tonnen schweren Kopf und transportierten ihn nach Spandau. Ein Film hält diesen historischen Moment fest. Seit 2016 ist der Kopf nun Teil der Dauerausstellung auf der Zitadelle. Mit weiteren aus Ost-Berlin verschwundenen Denkmälern lädt er zur Erkundung ihrer Geschichte ein.

Die Autorin Carmen Mann ist Sammlungsleiterin des Stadtgeschichtlichen Museums in der Zitadelle Spandau.

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Mein Ost-Berlin

Wie viele Erinnerungen und Anekdoten stecken in einer Stadt? Privatpersonen, Sammler und Beschäftigte der Berliner Bezirksmuseen präsentieren in der Ausstellung und im OstBlogBerlin jeweils ein Objekt, mit dem sie eine besondere Erinnerung an Ost-Berlin verbinden. Jeden Monat kamen neue Objekte und ihre Geschichten hinzu. So entstand ein buntes, facettenreiches Bild der Stadt – eine im Laufe der Ausstellung gewachsene Collage an Erinnerungen.