Fotografien der Ost-Berliner Fotografin Leonore Schwarzer

Eine Schenkung an das Stadtmuseum Berlin

Schenkung von Leonore Schwarzer an das Stadtmuseum Berlin
Schenkung von Leonore Schwarzer an das Stadtmuseum Berlin © & Foto: Ines Hahn

Als 19-Jährige lernte die ausgebildete Kindergärtnerin Leonore Schwarzer ihren späteren Mann, den freischaffenden Bildjournalisten und Werbefotografen Kurt Schwarzer kennen.
Bald unterstützte sie ihn „backstage“ als Assistentin und Disponentin, wirkte in seinen Werbeaufnahmen vielfach als talentiertes Model mit, arbeitete im Labor und retuschierte Abzüge.
In den 1980er Jahren legte die praktisch bereits Erfahrene ihren Berufsabschluss als Fotografin ab. Als Leiterin des „künstlerischen Volksschaffens“ gab Leonore Schwarzer fortan ihr Wissen in mehreren Fotozirkeln weiter, so an Kulturhäusern in Pankow, Prenzlauer Berg und Karlshorst, aber auch beim VEB Backwarenkombinat Berlin, BAKO. Später dokumentierte sie für die Firma Centrum Invest das Baugeschehen im Ost-Berliner Stadtbezirk Mitte.

Leonore-Schwarzer-Archiv in der Fotografischen Sammlung des Stadtmuseums Berlin
Leonore-Schwarzer-Archiv in der Fotografischen Sammlung des Stadtmuseums Berlin © & Foto: Ines Hahn

Im Juni 2018 gab Leonore Schwarzer ihr Archiv als Schenkung an das Stadtmuseum Berlin: insgesamt 17.000 Negative und Dias sowie 2.600 Handabzüge. Die motivische Bandbreite ihres Oevres umfasst Straßenszenen, Arbeitswelten, Kinder-, Stadtbezirks- und Sportfeste, Lesungen, Modenschauen sowie die Aktivitäten Ost-Berlins zur 750-Jahr-Feier Berlins.
In der Ausstellung Ost-Berlin. Die halbe Hauptstadt sind Werbe-Aufnahmen für die Handelsorganisation (HO) und Fotografien vom Aufbau des Wohngebietes Ernst-Thälmann-Park zu sehen.
Nach der Aufarbeitung des Archivs wird es über die Website des Stadtmuseums Berlin in der Sammlung Online für die Öffentlichkeit nutzbar sein.