Actionbound: Zielgruppe gesucht! (#4)

Wer sind Antoine, Jakob und Philipp?

Die Schüler*innen im Vordergrund heben die Hand um Fragen zur Prüfungsleistung zu stellen © Stadtmuseum Berlin | Foto: Moritz Behrmann.
Die Schüler*innen stellen Fragen zum Portfolio © Stadtmuseum Berlin | Foto: Moritz Behrmann.

Die Schüler*innen finden sich in fünf Gruppen zusammen und diskutieren über ihre Hausaufgabe. Mit Hilfe eines Arbeitsblattes definieren sie die Zielgruppen für die Stadtrallyes. Gefragt wird nach den Bedürfnissen, Problemen und Wünschen einer Persona (fiktive Persönlichkeit), für die der Bound entwickelt werden soll. Nach zehn Minuten steht die Präsentation an!

Als Team wünschen wir uns heimlich, dass nicht alle Gruppen grundverschiedene Personas entwickeln. Sonst wird es schwieriger ein gemeinsames Produkt zu entwickeln. Und immerhin ist unsere Grundidee, die Rallyes für alle Geschichtsinteressierten zu gestalten. Zu unserer Überraschung entwickeln die Schüler*innen nahezu alle die gleiche Zielgruppe: Jugendliche oder junge Erwachsene. Im Detail unterscheiden sich die Personas dann aber doch voneinander.

Auf dem Arbeitsblatt zur Bestimmung der Zielgruppe wird nach Name, Alter, Beruf, aber auch Hobbies Wünschen und Problemen der Persona gefragt © Stadtmuseum Berlin | Foto: Moritz Behrmann.
Mit diesem Arbeitsblatt soll die Zielgruppe näher bestimmt werden © Stadtmuseum Berlin | Foto: Moritz Behrmann.

„Antoine" zum Beispiel, ist 14 Jahre alt, Schüler, spielt gern Videospiele und möchte entspannen. Für ihn sollte es also ein interaktiver Bound sein! Für den 26-jährigen Studenten „Jakob" ist vor allem Freizeit wichtig. Er ist zudem am liebsten allein unterwegs. In der Tat müssen wir überlegen, ob unser Bound eher eine Gruppe oder Einzelspieler ansprechen soll. Wichtig ist das später vor allem für die Formulierung der Texte und Aufgaben. Eine dritte Persona ist „Philipp", 15, ebenfalls Schüler. Ihm ist es wichtig, etwas zu lernen und Freunde zu treffen. Sehr gut! Das sollte ohne Probleme möglich sein bei unserem Thema „Ost-Berlin“.

Diese und weitere Personas werden den Schüler*innen helfen, ihren Bound zielgerichtet zu entwickeln. Was nehmen wir also mit? Eine abwechslungsreiche, interaktive und informative Rallye für Jugendliche und junge Erwachsene soll es sein!

Ohne Noten geht es nicht...

Danach klären wir noch eine der „drängendsten“ Fragen unserer Schüler*innen: Was wird hier eigentlich benotet? Passend zum Projektcharakter des Wahlpflichtkurses soll ein Portfolio mit Projektdokumentation und  einer Analyse erstellt werden. Eine wichtige Rolle spielen darin die Einordnung des Bound-Inhalts in den historischen Kontext und das Reflektieren über den eigenen Arbeitsprozess mit allen Problemen und Erfolgen. Ich bin schon etwas neidisch, denn in meiner Schulzeit gab es projektorientierten Unterricht leider nicht...

In der nächsten Woche arbeiten wir mit filmischen Eindrücken von Ost-Berlin.

Ab sofort sind die Stadtrallyes zu Ost-Berliner Orten damals und heute spielbar. Weitere Information und die QR-Codes zum Herunterladen findet ihr hier.