Actionbound: Letzte Anpassungen und Phase 3 (#12)

Mit Anfertigen des Portfolios begann parallel auch Phase 3 des Projektes – die Reflexion. Vorher werden noch letzte Anpassungen vorgenommen.

Mehrere Schülerinnen im Gespräch mit der Kulturvermittlerin, 2019 © Stadtmuseum Berlin | Foto: Moritz Behrmann
Schülerinnen testen mit der Kulturvermittlerin ihre Bounds, 2019 © Stadtmuseum Berlin | Foto: Moritz Behrmann

Mit den Teilabschnitten unserer drei Rallyes (Schönhauser Allee, Unter den Linden und East Side Gallery) sind die meisten Jugendlichen fast fertig, denn grundsätzlich sind alle spielbar. In Vorbereitung auf diese Sitzung habe ich alle Bounds selber im Stadtraum getestet. So konnte ich mir einen Überblick verschaffen, was in der letzten vollen Arbeitssitzung noch zu tun ist. Hauptsächlich sind mir folgende Dinge aufgefallen, die wir gleich im ersten Teil der Sitzung gemeinsam durchsprechen und im Bound-Creator anpassen.

Welche Ansprache wollen die Jugendlichen in ihren Aufgaben und Wegbeschreibungen wählen: „Du“ oder „Ihr“? Diese sollte innerhalb unserer Bounds einheitlich sein. Auch eine ausführlichere Begrüßung und Erklärung für die SpielerInnen beim Starten der Rallyes fehlt noch. Einige Gruppen haben bereits sehr freundliche und motivierende Vorschläge gemacht. Wenn es eine Begrüßung gibt, so darf auch eine Verabschiedung am Ende nicht fehlen! Wichtig dabei finde ich, dass auf die Feedback-Funktion von Actionbound hingewiesen wird. Dort können die NutzerInnen in verschiedenen Kategorien ein bis fünf Sterne für die Bounds vergeben werden. Zusätzlich kann auch noch Freitext eingegeben werden.

Auf einem Screenshot sind die Lücken zwischen den einzelnen Orten der Rallyes gut erkennbar, 2019 © Google Maps | Screenshot: Moritz Behrmann
Auf dieser Karte werden die Lücken zwischen den Orten sehr gut sichtbar, 2019 © Google Maps | Screenshot: Moritz Behrmann

Unsere letzten inhaltlichen Anpassungen ergeben sich dann aus dem Zusammensetzen der Teilabschnitte. Nun haben wir zwar drei Rallyes, aber an einigen Stellen gibt’s „Lücken“. Zu Hause habe ich auch das bereits simuliert und kann deshalb gleich Hilfestellung geben. Die „Lücken“ entstehen zum Beispiel durch sehr weite Wege ohne Aufgaben oder Verweise auf Veränderungen im Stadtbild.

Gemeinsam gehen wir mit den Jugendlichen virtuell ihre Routen entlang und füllen die Leerstellen. Dabei helfen uns: das unermessliche Wissen von unserer Kulturvermittlerin Frau Wilhelm zu Ost-Berlin, meine eigenen Beobachtungen sowie die noch nicht umgesetzten Recherchen und persönlichen Eindrücke der Jugendlichen.

Am Ende der Stunde erfolgt noch die Abgabe der Portfolios (eins pro Gruppe). Was da so drinsteht, möchte ich hier kurz erklären.

Der Screenshot zeigt das Cover der schriftlichen Ausarbeitung der Jugendlichen, 2019 © Stadmuseum Berlin | Screenshot: Moritz Behrmann
Cover der schriftlichen Ausarbeitung der Jugendlichen, 2019 © Stadmuseum Berlin | Screenshot: Moritz Behrmann

Letztendlich haben die Jugendlichen damit ihren eigenen Arbeitsprozess reflektiert. Analog zu unserer Vorgehensweise im Projekt hieß es zuerst, ausgewählte Orte in den historischen Kontext (Ost-Berlin/DDR) einzuordnen. Danach sollten Pro und Contra zur Arbeit in der Gruppe und das Finden der Zielgruppe näher erläutert werden. Individuell reflektierten alle über die eigenen Erfahrungen während der Projektarbeit. Dies sind die spannendsten und zugleich hilfreichsten Gedanken zu unserem Projekt. Wir erfahren so mehr zum Interesse der Jugendlichen an Geschichte und ihrer Stadt. Auch spiegeln sich in den Aussagen unsere Methoden in der Projektarbeit gut wider. Im Allgemeinen kommt die Mischung aus Geschichtsunterricht und der Arbeit mit Actionbound sehr gut an.

Für nächste Woche bereite ich auch noch einen Feedbackbogen vor. Darüber möchte ich weitere Erfahrungen aus dem Projekt und der Arbeit mit Actionbound für eine Evaluation gewinnen.

Ab sofort sind die Stadtrallyes zu Ost-Berliner Orten damals und heute spielbar. Weitere Information und die QR-Codes zum Herunterladen findet ihr hier.