Actionbound: Es gibt noch einiges zu tun... (#11)

Zurück vom Testen, soll gegenseitiges Feedback den Jugendlichen für die letzte Phase bei der Entwicklung ihrer Rallyes helfen.

Jugendliche aus zwei Gruppen geben sich gegenseitig Feedback zu ih Jugendliche aus zwei Gruppen geben sich gegenseitig Feedback zu ihren Prototypen © Stadtmuseum Berlin | Foto: Moritz Behrmannren Prototypen © Stadtmuseum Berlin | Foto: Moritz Behrmann
Die Jugendlichen werten zusammen ihre Prototypen aus © Stadtmuseum Berlin | Foto: Moritz Behrmann

Nach einer Woche Pause arbeiten wir heute wieder im Computerraum des Gymnasiums Tiergarten. In der letzten Woche unternahmen die Jugendlichen ihren dritten und vorerst letzten Stadtgang. Aufgabe war es, jeweils die Rallye einer anderen Gruppe zu testen und auf einem Arbeitsblatt Feedback zu formulieren. Neben der Angabe zur benötigten Zeit für den Test galt es, Likes und Dislikes/Kritik zum Prototyp zu verteilen. Auch die Meinung zu den gestellten Fragen und Aufgaben sowie das Anbieten von weiteren Ideen gehören zum Feedback.

Insgesamt möchten wir damit bei den Jugendlichen mehrere Dinge anregen: 1. Eine kritische Auseinandersetzung mit den Prototypen der anderen vor dem Hintergrund der erlernten Funktionen von Actionbound. 2. Feedback wertschätzend formulieren und konstruktiv der anderen Gruppe vermitteln. 3. Die Reflektion über das erhaltene Feedback und die anschließende Berücksichtigung bei der eigenen Umsetzung.

Ein Stapel ausgefüllte Feedbackbögen © Stadtmuseum Berlin | Foto: Moritz Behrmann
Die ausgefüllten Arbeitsblätter für die Feedback-Gespräche © Stadtmuseum Berlin | Foto: Moritz Behrmann

Insgesamt fallen die Feedbacks leider sehr unterschiedlich aus – qualitativ und quantitativ. Hier einige der wichtigsten Erkenntnisse: Zwei Gruppen äußern, dass es weniger Fragen oder Aufgaben geben sollte, die stationär (also ohne sich bewegen zu müssen) gelöst werden können. Denn ein Ziel ist es, entlang der Route Orte durch das Aufsuchen von Hinweisen zu erschließen, die helfen, zum Beispiel Fragen zu beantworten. Auch der Faktor Zeit spielt eine zentrale Rolle in der Kritik der Jugendlichen. Mal ist der Bound insgesamt zu kurz, liegen die Orte zu weit auseinander oder sind speziell Zeitlimits bei Aufgaben zu kurz bzw. zu lang. Des Weiteren bilden die Verständlichkeit der Texte und der Schwierigkeitsgrad der Fragen ein Problemfeld. Was den geschichtlichen Kontext der Rallyes angeht, so bemängeln einige der Jugendlichen, dass der Bezug zu Ost-Berlin und zur DDR bei einigen Orten fehlt.

Die meisten der aufgetretenen Probleme können die Jugendlichen in der nächsten  Sitzunge noch beheben. Eine größere Hilfestellung benötigen zwei Gruppen jedoch für einen stärkeren Bezug zu unserem historischen Thema. Positiv festhalten können wir am Ende auf jeden Fall, dass das Testen trotzdem Spaß gemacht hat und die meisten dankbar für die Hinweise der anderen sind.

Bevor die Sitzung endet, besprechen die Schülerinnen und Schüler mit ihrer Lehrerin noch einmal die Anforderung für das Portfolio über das Projekt. Die benotete Leistung in diesem Kurs muss in der nächsten Woche abgegeben werden...

Ab sofort sind die Stadtrallyes zu Ost-Berliner Orten damals und heute spielbar. Weitere Information und die QR-Codes zum Herunterladen findet ihr hier.