Actionbound: Ausstellungseröffnung und Dankeschön (#14)

Die Eröffnung von Ost-Berlin. Die halbe Hauptstadt war endlich gekommen! Auch die Stadtrallyes können seitdem von allen Interessierten gespielt werden. Ein Rückblick.

Eine Gruppe Jugendliche präsentiert dem Publikum die fertigen Stadtrallyes auf einem Bildschirm, 2019 © Stadtmuseum Berlin | Foto: Robert Bähre
Die Jugendlichen präsentieren ihre Stadtrallyes bei der Ausstellungseröffnung, 2019 © Stadtmuseum Berlin | Foto: Robert Bähre

Im Vorfeld habe ich die drei Stadtrallyes nochmal auf Fehler geprüft und dafür gesorgt, dass alles wie aus einem Guss funktioniert. Leider konnte ich an der Eröffnung am 11. Mai nicht teilnehmen, kann hier aber dank der Berichte meiner Kolleginnen davon erzählen.

Die Kulturvermittlerin Frau Wilhelm wartet bei bestem Wetter vor dem Museum Ephraim-Palais auf die Jugendlichen. Fünf von ihnen wollen die fertigen Rallyes gerne dem Publikum präsentieren. Im Salon des Museum ist alles dafür vorbereitet – Tablet und TV-Bildschirm. Die Jugendlichen testen kurz die Technik und starten den Bound „Schönhauser Allee“.
Eine Mitarbeiterin aus dem Fachteam Outreach und Vermittlung begrüßt das zahlreiche Publikum. Sie erklärt auch, warum Actionbound-Projekte für das Stadtmuseum Berlin eine Bereicherung darstellen. Von Schüler*innen für alle Interessierten entwickelt, erweitern sie die Ausstellungen in den Stadtraum. Dort kann Stadtgeschichte mit dem eigenen Smartphone oder Tablet spielerisch erlebt werden. Der Clou daran ist, dass die Rallyes auch außerhalb der Öffnungszeiten der Museen und sogar nach Ende der Ausstellung gespielt werden können.

Vor der Präsentation sprechen sich die Kolleg*innen noch ab, 2019 © Stadtmuseum Berlin | Foto: Robert Bähre
Eine Mitarbeiterin des Museums erläutert die Vorteile von den Stadtrallye-Projekten, 2019 © Stadtmuseum Berlin | Foto: Robert Bähre
Die Kulturvermittlerin erzählt mehr über das Projekt, 2019 © Stadtmuseum Berlin | Foto: Robert Bähre

Als nächstes berichtet Frau Wilhelm noch von unserem Ost-Berlin-Projekt und lobt vor allem die Kreativität der Jugendlichen. Auch in meinem Namen bedankt sie sich bei allen für die tolle Zeit und ist begeistert von den drei wirklich coolen Stadtrallyes, die entstanden sind.
Nach dem ganzen Vorgeplänkel sind nun endlich die Jugendlichen an der Reihe. Zwei von ihnen stellen ihren eigenen Abschnitt zum Alexanderplatz und der oberen Schönhauser Allee vor – eine sehr abwechslungsreiche Präsentation, wie mir erzählt wurde. Zusammen mit den anwesenden Gästen spielen die beiden Jugendlichen ihren Bound. Sie rätseln zusammen, erklären die Aufgaben und erläutern, wie diese entstanden sind. Die interessierten Gäste fragen viel nach und geben zum Schluss ordentlich Applaus. Da bin ich wirklich neidisch und fast ein bisschen traurig, dass ich nicht dabei sein konnte.

Als Dankeschön für alle hatte ich mir Folgendes überlegt: Eine Führung von Frau Wilhelm, die wirklich ein wandelndes Ost-Berlin-Lexikon ist, durch die fertige Ausstellung. Zu diesem Treffen im September habe ich alle Projektteilnehmer*innen und weitere Interessierte aus dem Gymnasium Tiergarten eingeladen. Nach einer kurzen Begrüßung berichte ich stolz, dass wir zu diesem Zeitpunkt bereits knapp 100 Spieler*innen unserer Bounds verzeichnen.

Die Treppe führt in den ersten großen Ausstellungsraum, 2019 © Stadtmuseum Berlin | Foto: Moritz Behrmann
Während der Führung erzählt die Kulturvermittlerin immer wieder von kuriosen Begebenheiten in Ost-Berlin, 2019 © Stadtmuseum Berlin | Foto: Moritz Behrmann
Im Raum zur 750-Jahrfeier Berlins, 2019 © Stadtmuseum Berlin | Foto: Moritz Behrmann

Um ehrlich zu sein: Unsere Führung entwickelt sich schnell zu Gesprächen in Gruppen über einzelne Themen und Orte, die in der Ausstellung behandelt werden. Es ist eine sehr angenehme Atmosphäre, denn alle tauschen sich untereinander aus und es wird viel gelacht. Die 90-minütige Führung bildet für alle Beteiligten definitiv einen runden Abschluss unseres Projektes.

Auch persönlich bewerte ich das Projekt als einen großen Erfolg. Ich konnte viele wertvolle Praxiserfahrungen sammeln und plane bereits neue Stadtrallye-Projekte. Zudem freue ich mich über die weiter steigende Anzahl an Spieler*innen der drei Bounds – ich checke das jede Woche! Mein Dank geht deshalb zum Schluss nochmal an alle Kolleg*innen, die unser Projekt über das ganze letzte Jahr unterstützt haben.

Ab sofort sind die Stadtrallyes zu Ost-Berliner Orten damals und heute spielbar. Weitere Information und die QR-Codes zum Herunterladen findet ihr hier.